Glossar

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In unserem Glossar wollen wir die wichtigsten Fachbegriffe im Bereich Einkommensteuer von A bis Z kurz und verständlich erklären. Der Glossar ist stets auf dem neusten Stand der Gesetzgebung. Er soll damit jedem Steuerpflichtigen als eine kleine Hilfestellung dienen.

Welche Fachbegriffe suchen Sie?

A
Abgeltungssteuer

Die Abgeltungssteuer wird auf Einkünfte aus Kapitalvermögen erhoben (z.B. Zinsen, Dividenden). Sie beträgt 25%.

Altersentlastungsbetrag

Steuerpflichtige über 64 Jahre erhalten den Altersentlastungsbetrag. Dies ist ein Steuerfreibetrag, der eine gerechte Besteuerung im Alter gewährleisten soll.

Altersvorsorgeaufwendungen

Hierzu gehören Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu berufsständischen Versorgungswerken. Diese Beiträge können als Sonderausgaben abgezogen werden.

Antragsveranlagung

Nicht jeder Steuerpflichtige ist gesetzlich zur Abgabe einer Einkommensteuer verpflichtet. Durch eine freiwillige Abgabe, kann man sich auf Antrag veranlagen lassen.

Außergewöhnliche Belastungen

Außergewöhnliche Belastungen sind Kosten, die zwar privat veranlasst sind, jedoch steuerlich abgesetzt werden können (sofern die zumutbare Belastung überschritten wurde). Hierzu gehören typischerweise Krankheitskosten, Unterhaltsleistungen, Fahrtkosten behinderter Menschen etc.

Arbeitnehmer-Pauschbetrag

Siehe auch Werbungskosten-Pauschale

Aufmerksamkeiten

Aufmerksamkeiten sind Sachzuwendungen des Arbeitgebers aufgrund eines persönlichen Anlasses (Geburtstag, Hochzeit, Weihnachten). Diese sind bis zu einem Betrag von 60 € (inkl. Umsatzsteuer) steuer- und sozialversicherungsfrei.

Ausbildungskosten

Kosten für ein Erststudium sind bis zu einem Betrag von 6.000 € als Sonderausgaben abziehbar. Kosten für ein Zweitstudium sind als Werbungskosten (oder vorweggenommene Werbungskosten) unbeschränkt abziehbar.

Auswärtstätigkeit

Befindet sich ein Kind in Ausbildung und ist auswärtig untergebracht, steht den Eltern ein Ausbildungsfreibetrag zu (vorausgesetzt, dass Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibetrag besteht). Dieser beträgt 924 € pro Kalenderjahr.

B
Behinderten-Pauschbetrag

Behinderte Menschen haben bei der Berechnung der Einkommensteuer Anspruch auf einen Behinderten-Pauschbetrag. Die Höhe des Pauschbetrages ist abhängig vom Grad der Behinderung und vom Merkzeichen.

Beitragsbemessungsgrenze
Betriebsveranstaltungen

Typische Betriebsveranstaltungen sind: Betriebsausflüge, Weihnachtsfeiern, Jubiläumsfeiern. Zuwendungen im Rahmen einer üblichen Betriebsveranstaltung sind steuerfrei, sofern pro Mitarbeiter an Betrag von 110 € nicht überschritten wird.

Buchführungspflicht

Die Buchführungspflicht für Kaufleute ergibt sich aus § 238 HGB. Eine Buchführungspflicht kann sich bei Überschreiten bestimmten Größenmerkmale aus den §§ 140, 141 AO ergeben.
Bundeszentralamt für Steuern

BMF-Schreiben

BMF-Schreiben sind Verwaltungsanweisungen, die im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder erlassen werden. Diese sind verpflichtend für die Finanzbehörden.

C
Corona-Prämie

Aufgrund der Corona-Pandemie können Arbeitgeber Ihren Mitarbeitern einen steuerfreien Bonus in Höhe von maximal 1.500 € steuerfrei gewähren, § 3 Nr. 11a EStG. Der Bonus kann in der Zeit 01. März 2020 bis zum 30.06.2021 gezahlt werden.

D
Dauernde Last

Dauernde Lasten sind wiederkehrende Ausgaben, die ein Steuerpflichtiger aufgrund einer rechtlichen Verpflichtung zu tragen hat (z.B. Versorgungsleistungen). Diese können als Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden.

Doppelbesteuerungsabkommen

Unterliegen die Einkünfte eines Steuerpflichtigen in mehreren Ländern der Besteuerung, so kann es zu einer Doppelbelastung kommen. Dies soll durch Doppelbesteuerungsabkommen vermieden werden.

Doppelte Haushaltsführung

Muss der Arbeitnehmer aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung an seinem Beschäftigungsort unterhalten, so liegt doppelte Haushaltsführung vor. Die Kosten für die doppelte Haushaltsführung (z.B. Miete, Einrichtung, Fahrtkosten) können als Werbungskosten steuerlich abgesetzt werden.

Differenzbesteuerung

Die Differenzbesteuerung ist eine besondere Besteuerungsform im Umsatzsteuerrecht. Hierfür sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen.

Drittaufwand

Bei einem Drittaufwand fallen Kosten an, die im Zusammenhang mit den Einkünften eines Steuerpflichtigen erwachsen, jedoch von einem Dritten geleistet werden. Diese Kosten kann der Steuerpflichtige selbst nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten ansetzen.

Durchlaufende Posten

Durchlaufende Posten sind Zahlungen, die im Namen und auf Rechnung für jemand Dritten vereinnahmt bzw. verausgabt werden. Diese stellen weder Betriebseinnahmen noch Betriebsausgaben dar.

E
ELStAM-Verfahren

ELStAM steht für die ElektronischeLohnSteuerAbzugsMerkmale. Diese Lohnsteuerabzugsmerkmale (früher auf der Lohnsteuerkarte) sind beim Finanzamt hinterlegt und werden bei Beginn einer Beschäftigung online abgerufen und der Mitarbeiter wird danach entsprechend angemeldet. Änderungen dieser Abzugsmerkmale werden ebenfalls elektronisch bereitgestellt.

Ehegattensplitting

Ehegatten, die nicht dauernd getrennt leben, können die Zusammenveranlagung wählen. Die Einkommensteuer wird dann nach dem Splittingtarif berechnet.

Einnahme-Überschuss-Rechnung

Die Einnahme-Überschuss-Rechnung ist eine Gewinnermittlungsmethode, bei der Einnahmen und Ausgaben gegengerechnet werden. Es gilt das so genannten Zu-, und Abflussprinzip des §11 ESTG.

Einzelveranlagung

Ehegatten haben das Wahlrecht zwischen Einzel- und Zusammenveranlagung. Bei der Einzelveranlagung muss jeder Ehegatte eine eigene Steuererklärung abgeben.

Entfernungspauschale

Arbeitnehmer können für die Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte Fahrtkosten in Höhe von 0,3 € für jeden vollen Kilometer als Werbungskosten geltend machen (Entfernungspauschale). Ab dem 01.01.2021 beträgt die Entfernungspauschale ab dem 21. Kilometer 0,35 €.

Entgeltumwandlung

Die Entgeltumwandlung dient der zusätzlichen Altersvorsorge. Dieser Teil des Gehalts ist steuer- und sozialversicherungsfrei.

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

Steuerpflichtige, die alleinerziehend sind, können für das Kind einen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in Höhe von 4.008 € beanspruchen. Voraussetzung ist, dass keine weitere volljährige Person im Haushalt lebt.

Einspruch

Ein Steuerbescheid kann mit einem Einspruch angefochten werden. Die Einspruchsfrist beträgt einen Monat ab Bekanntgabe des Steuerbescheides.

Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM)

Die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale haben die herkömmliche Lohnsteuerkarte ersetzt. Arbeitgeber können die Lohnsteuerabzugsmerkmale online abrufen.

Ein-Prozent-Regelung

Nutzt der Arbeitnehmer einen betrieblichen PKW zu privaten Zwecken, so muss diese Nutzung als unentgeltliche Wertabgabe versteuert werden. Die Berechnung der unentgeltlichen Wertabgabe erfolgt, sofern kein Fahrtenbuch vorhanden ist, anhand der 1%-Regelung.

Erste Tätigkeitsstätte

Die erste Tätigkeitsstätte ist der Ort, an dem ein Arbeitnehmer dauerhaft tätig wird. Jeder Arbeitnehmer kann nur eine erste Tätigkeitsstätte haben.

Einkunftsarten

Das deutsche Steuerrecht kennt sieben Einkunftsarten. Diese sind: Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Einkünfte aus selbstständiger Arbeit, Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Einkünfte aus Kapitalvermögen, sonstige Einkünfte.

Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit

Ein Steuerpflichtiger erzielt Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, wenn er von seinem Arbeitgeber Lohn oder Gehalt bekommt (Angestelltentätigkeit).

Einkünfte aus selbstständiger Arbeit

Hierunter fallen zum einen wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten, (z.B. Arzt, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Architekt), so genannte Katalogberufe oder katalogähnliche Berufe.

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

Ein Steuerpflichtiger, der seine private Wohnung oder das private Haus vermietet oder verpachtet, erzielt Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.

Einkünfte aus Kapitalvermögen

Erträge aus Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen gehören zu Einkünften aus Kapitalvermögen. Diese unterliegen in der Regel der sog. Abgeltungssteuer.

F
Fahrtenbuch

Die private Nutzung eines Firmenwagens kann anhand eines Fahrtenbuches nachgewiesen werden. Alternativ kann die 1%-Regelung angewendet werden.

Familienheimfahrten

Bei einer doppelten Haushaltsführung können Kosten für die Familienfahrten, d.h. zwischen dem Beschäftigungsort und dem Lebensmittelpunkt angesetzt werden. Es dabei 1 Familienheimfahrt wöchentlich mit der Entfernungspauschale berücksichtigt werden.

Firmenwagen

Darf ein Arbeitnehmer einen Firmenwagen zur privaten Nutzung benutzen, so stellt dies einen geldwerten Vorteil (auch Sachbezug genannt) dar. Dieser ist als unentgeltliche Wertabgabe vom Arbeitnehmer zu versteuern.

Fortbildungskosten

Kosten für die Fortbildung und Weiterbildung in einem Beruf können als Betriebsausgaben oder Werbungskosten berücksichtigt werden. Hierzu gehören insbesondere Kurs- und Prüfungsgebühren, Kosten für Arbeitsmittel oder Fahrtkosten.

Freistellungsauftrag

Der Freistellungsauftrag ist bei der Bank einzureichen. Dieser bewirkt, dass beim Steuerpflichtigen der Sparer-Pauschbetrag berücksichtigt wird.

Fristverlängerung

Für die Abgabe der Steuererklärungen gibt es bestimmte Fristen. Wer diese nicht einhalten kann, kann beim Finanzamt eine Fristverlängerung beantragen.

G
Geldwerter Vorteil

Geldwerte Vorteile sind Sachzuwendungen des Arbeitgebers, die zusätzlich zum Arbeitslohn geleistet werden. Typisches Beispiel ist die Überlassung eines Firmenwagens oder einer Wohnung.

Geschenke

Geschenke an Geschäftsfreunde sind als Betriebsausgaben abziehbar, sofern die Anschaffungskosten 35 € nicht überschreiten.

Gesundheitsförderung

Leistungen des Arbeitgebers zur betrieblichen Gesundheitsförderung bleiben gem. § 3 Nr. 34 EStG steuerfrei. Die Leistungen sind auf einen Betrag von 600 € pro Mitarbeiter pro Kalenderjahr begrenzt.

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag soll das Existenzminimum eines jeden Steuerpflichtigen sicherstellen. Unterhalb des Grundfreibetrags fällt keine Einkommensteuer an.

Günstigerprüfung

Die Günstigerprüfung wird vom Finanzamt von Amts wegen oder auf Antrag des Steuerpflichtigen durchgeführt. Typisches Beispiel: Berücksichtigung Kindergeld oder Kinderfreibetrag.

H
Handwerkerleistungen

Steuerpflichtige können private Handwerkerrechnungen mit 20% der Lohnkosten und maximal 1.200 € von der Steuer abziehen.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Haushaltsnahe Dienstleistungen im privaten Haushalt sowie die Beschäftigung von sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern im eigenen Haushalt ist steuerlich begünstigt. Es können 20% der Kosten und maximal 2.000 € von der Steuer abgezogen werden.

Härteausgleich

Durch den Härteausgleich sollen Steuerpflichtige mit Nebeneinkünften entlastet werden. Liegen diese unter 410 €, bleiben sie gänzlich steuerfrei.

Häusliches Arbeitszimmer

Unter bestimmten Voraussetzungen können Steuerpflichtige Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer steuerlich geltend machen. Der Abzug ist entweder unbegrenzt oder auf 1.250 € begrenzt.

Homeoffice Pauschale

Aufgrund der Corona-Pandemie können Steuerpflichtige für jeden Tag, den Sie von Zuhause arbeiten, eine Homeoffice Pauschale von 5 € täglich und maximal 600 € steuerlich geltend machen. Die Homeoffice Pauschale wird auf den Arbeitnehmer-Pauschbetrag angerechnet.

K
Kapitalertragsteuer
Kinderbetreuungskosten

Kinderbetreuungskosten können in Höhe von 2/3 und maximal 4.000 € pro Jahr als Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden. Hierzu gehören Kosten für den Kindergarten, die offene Ganztagsschule oder die Tagesmutter.

Kirchensteuer

Wer Mitglied einer Kirchengemeinde ist, muss Kirchensteuer zahlen. Diese liegt zwischen 8%-9% und wird zusammen mit der Lohnsteuer einbehalten.

Kinderbonus

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde den Eltern für das Kalenderjahr 2020 ein Kinderbonus in Höhe von 300 € gewährt. Der Kinderbonus ist bei der sog. Günstigerprüfung zu berücksichtigen.

Kinderfreibetrag

Der Kinderfreibetrag soll das Existenzminimum eines jeden Kindes sicherstellen. In der Steuererklärung wird die jeweils günstige Alternative zwischen Kindergeld und Kinderfreibetrag von Amts wegen berücksichtigt.

Kindergeld

Das Kindergeld ist ein Bestandteil des Familienleistungsausgleichs. Das Finanzamt prüft ob die Berücksichtigung des Kindergeldes oder der Kinderfreibeträge für den Steuerpflichtigen günstiger ist (siehe auch Kinderfreibetrag).

Krankheitskosten

Bestimmte Krankheitskosten können als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Diese wirken sich nur dann aus, wenn die sog. zumutbare Belastung nicht überschritten wird.

L
Liebhaberei

Eine Liebhaberei liegt vor, wenn der Steuerpflichtige dauerhaft Verluste erzielt und die Tätigkeit damit ohne Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt wird. Liebhaberei ist steuerlich unbeachtlich.

Lohnsteuer

Die Lohnsteuer ist eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer. Sie wird bei Arbeitnehmern unterjährig vom Lohn einbehalten und an das Finanzamt abgeführt.

Lohnersatzleistungen

Lohnersatzleistungen werden als Ausgleich für ausgefallenes Einkommen gezahlt. Hierzu gehört das Arbeitslosengeld, Elterngeld, Krankengeld, Kurzarbeitergeld.

Lohnsteuerabzugsmerkmale
Lohnsteuerjahresausgleich

Der Lohnsteuerjahresausgleich (früher) ist die heutige Einkommensteuererklärung.

Lohnsteuerkarte

Die herkömmliche Lohnsteuerkarte auf Papier wurde durch die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale abgelöst.

M
Mindestbeitragsbemessungsgrenze

Zu beachten ist, dass es eine so genannte Mindestbeitragsbemessungsgrenze gibt. Diese beträgt 175 Euro. D.h. verdient ein Minijobber weniger als 175 Euro, wird der Rentenbeitrag von den 175 Euro berechnet und beträgt damit 32,55 Euro. Der Beitrag des Arbeitgebers wird hingegen vom tatsächlichen Entgelt berechnet. Beispiel: verdient ein Minijobber 100 Euro im Monat, so beträgt der Anteil des Arbeitgebers 15 Euro (15% v. 100 Euro). Der Arbeitnehmer muss 17,55 Euro zahlen (Mindestbeitrag in Höhe von 32,55 Euro abzüglich des Arbeitgeberanteils in Höhe von 15 Euro). Bei mehreren Minijobs werden alle zusammengezählt. Liegen alle zusammengenommen oberhalb der Mindestbeitragsbemessungsgrenze, so wird der Rentenbeitrag von dem tatsächlichen Entgelt berechnet. Anderenfalls gilt wieder der Mindestbeitrag. Die Mindestbeitragsbemessungsgrenze ist nicht anzuwenden, wenn jemand neben dem Nebenjob bereits woanders rentenversicherungspflichtig ist oder eine rentenversicherungspflichtige Beschäftigung hat.

Wichtig ist zu wissen: wird die vorgenannte Grenze überschritten, so wird die gesamte Tätigkeit sozialversicherungspflichtig.  

Minijob

Minijob (auch geringfügige Beschäftigung genannt) liegt bei einem Einkommen bis zu 410 € vor. Der Minijob ist für den Arbeitnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei.

Midijob

Midijobs sind Beschäftigungsverhältnisse, bei denen die Einkünfte zwischen 450,01 € und 1300 € liegen. Die Sozialversicherungsbeiträge steigen sukzessive an.

Mindestbeitragsbemessungsgrenze

Die Mindestbeitragsbemessungsgrenze beträgt bei Minijobbern 175 €. Verdient ein Minijobber weniger als 175 € wird der der Rentenbeitrag trotzdem von 175 € berechnet.

N
Nachgelagerte Besteuerung

Aufwendungen für die Altersvorsorge sind steuerbegünstigt. Die späteren Renteneinkünfte werden dafür bei Rentenbezug der Besteuerung unterworfen.

Nichtveranlagungsbescheinigung

Die Nichtveranlagungsbescheinigung ist beim Finanzamt zu beantragen. Diese stellt sicher, dass die Bank von den Kapitalerträgen keine Abgeltungssteuer einbehält.

Nebenberufliche Tätigkeiten

Bestimmte nebenberufliche Tätigkeiten bleiben bis zu 2.400 € steuerfrei. Hierzu gehören Tätigkeiten als Übungsleiter, Erzieher sowie künstlerische Tätigkeiten.

P
Pauschalierung der Lohnsteuer

Bei der Pauschalierung der Lohnsteuer beträgt diese einen bestimmten Prozentsatz, der unabhängig von den persönlichen Lohnsteuerabzugsmerkmalen ist. Die pauschale Lohnsteuer wird beispielsweise bei Sachbezügen angewendet.

Pauschbeträge

Pauschbeträge sind auf einen bestimmten Betrag begrenzt. Typische Beispiele sind: Arbeitnehmer-Pauschbetrag, Sonderausgaben-Pauschbetrag, Behinderten-Pauschbetrag.

Pendlerpauschale
Pflegekosten

Krankheitsbedingte (nicht altersbedingte) Pflegekosten können unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend gemacht werden. Diese wirken sich jedoch nur dann steuerlich aus, wenn die zumutbare Belastung überschritten ist.

Private Telefonnutzung

Nutzt der Arbeitnehmer seinen privaten Anschluss für berufliche Zwecke, kann der Arbeitgeber 20% des Rechnungsbetrags und maximal 20 € pro Monat steuerfrei erstatten.

Pflichtveranlagung

Das Einkommensteuergesetz sieht in bestimmten Fällen eine Pflicht zur Abgabe der Einkommensteuererklärung vor. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Lohnersatzleistungen bezogen

Pkw-Nutzung
Progressionsvorbehalt

Bestimmte Einnahmen (z.B. Lohnersatzleistungen) sind von der Einkommensteuer befreit. Diese fließen jedoch in den Progressionsvorbehalt, d.h. sie erhöhen den persönlichen Steuersatz des Steuerpflichtigen.

Private Veräußerungsgeschäfte

Wird ein nicht selbst genutztes Grundstück innerhalb von 10 Jahren veräußert, muss dieser Vorgang besteuert werden. Gleiches gilt, wenn Vermögensgegenstände innerhalb von einem Jahr verkauft werden.

R
Reisekosten

Wer aus beruflichen Gründen auswärts tätig ist (Auswärtstätigkeit), kann die angefallenen Kosten als Reisekosten in der Steuererklärung geltend machen. Hierzu gehören Fahrtkosten, Reisenebenkosten, Übernachtungskosten etc.

Rentenfreibetrag

Der Rentenfreibetrag ist derjenige Betrag, bis zu dem die Renteneinkünfte steuerfrei bleiben.

Riester-Rente

Die Riesterrente dient der Altersvorsorge und wird vom Staat gefördert. Die Beiträge zur Riester-Rente können als Altersvorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Rürup-Rente

Die Rürup-Rente dient ebenso wie die Riester-Rente der privaten Altersvorsorge. Die Beiträge können als Altersvorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung angesetzt werden.

S
Sachbezüge

Sachbezüge sind geldwerte Vorteile, die Arbeitnehmer von Ihrem Arbeitgeber erhalten. Diese können steuerfrei oder steuerpflichtig sein.

Solidaritätszuschlag

Der Solidaritätszuschlag ist eine Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer. Diese beträgt 5,5%, wird aber schrittweise wieder zurückgeführt.

Sonstige Einkünfte

Sonstige Einkünfte sind eine der 7 Einkunftsarten, die das deutsche Steuerrecht kennt. Hierzu gehören z.B. Renteneinkünfte, Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften.

Sozialversicherung

Grundlage der Sozialversicherung ist das Sozialgesetzbuch. Die Sozialversicherung kennt fünf Zweige: Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung, Unfallversicherung.

Steuerklassen

In Deutschland gibt es grundsätzlich 6 Steuerklassen. Je nach Steuerklasse fallen die Abzüge vom Gehalt unterschiedlich hoch aus.

Steuer-Identifikationsnummer

Die Steuer-Identifikationsnummer wird jedem Bürger einmal im Leben vom Bundeszentralamt für Steuern zugewiesen. Sie ist unveränderlich und ist nicht zu verwechseln mit der Steuernummer.

U
Unterhaltsaufwendungen

Unterhaltsaufwendungen (z.B. an den geschiedenen Ehepartner) können in der Steuererklärung als Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden. Hierzu sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen.

Umzugskostenpauschale

Für sonstige Umzugskosten im Zusammenhang mit einem beruflich veranlassten Umzug sieht das Finanzamt bestimmte Pauschalen vor. Diese beträgt derzeit 860 € für Ledige und 1.433 für Verheiratete.

V
Verpflegungsmehraufwendungen

Die Verpflegungsmehraufwendungen können sowohl bei Arbeitnehmern als auch bei Selbstständigen im Rahmen einer Auswärtstätigkeit berücksichtigt werden. Diese betragen 14 € bei einer mindestens 8-stündigen Abwesenheit sowie 28 € bei einer mindestens 24-stündigen Abwesenheit.

Vermögenswirksame Leistungen

Vermögenswirksame Leistungen werden vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer gezahlt. Es handelt sich um eine freiwillige Leistung (z.B. Bausparvertrag, betriebliche Altersvorsorge, Lebensversicherung etc.).

Versicherungspflichtgrenze

Die Versicherungspflichtgrenze ist dasjenige Einkommen, bis zu dem in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherungspflicht besteht. Diese wird auch als Jahresarbeitsentgeltgrenze bezeichnet.

Vorausgefüllte Steuererklärung

Die vorausgefüllte Steuererklärung ist ein Service der Finanzverwaltung. Dabei haben die Steuerpflichtigen die Möglichkeit Ihre Daten elektronisch beim Finanzamt abzurufen und in Ihre Einkommensteuererklärung zu übertragen.

Vorsorgepauschale

Die Vorsorgepauschale wird im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigt. Dabei werden beim Arbeitnehmer Vorsorgeaufwendungen (Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflegeversicherung) beim unterjährigen Lohnsteuerabzug abgezogen.

W
Werbungskosten

Werbungskosten sind alle Ausgaben, die dem Steuerpflichtigen im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Sicherung und dem Erhalt der Einnahmen dienen. Hierzu gehören Fahrkosten zur Arbeit, Fortbildungskosten, Beiträge zu Berufsverbänden etc.

Werbungskostenpauschale

Die Werbungskostenpauschale beträgt 1.000 € und wird jedem Arbeitnehmer gewährt, auch wenn die tatsächlichen Kosten diesen Betrag unterschreiten. Werden höhere Kosten als der Pauschbetrag nachgewiesen, werden diese als Werbungskosten berücksichtigt.

Z
Zuflussprinzip

Einnahmen (wie auch Ausgaben) werden nach dem so genannten Zuflussprinzip (bzw. Abflussprinzip) des § 11 EStG erfasst. Einnahmen sind demnach im Zeitpunkt zu erfassen, in dem Sie dem Steuerpflichtigen „zufließen“.

Zweitwohnung

Siehe doppelte Haushaltsführung.

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