Brutto-Netto-Rechner

Berechnen Sie jetzt Ihr Netto-Gehalt sowie die fälligen Abgaben und Steuern


Hinweis: Wir übernehmen, trotz sorgfältiger Prüfung, keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen. Es werden keine Leistungen übernommen, die gemäß StBerG und RBerG Berufsträgern vorbehalten sind.

Wozu braucht man überhaupt einen Brutto-Netto-Rechner?

Weil in Deutschland bestimmte Einkünfte der Besteuerung zu unterwerfen sind. Hierzu zählen unter anderem die Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit. Die Lohnsteuer ist die Steuer auf den Arbeitslohn. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer sog. Quellenbesteuerung.

Denn die Lohnsteuer wird im Wege des Abzuges vom Arbeitslohn einbehalten. Dem Arbeitgeber kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Denn er ist verantwortlich für die Berechnung der korrekten Höhe des Abzuges. Hierzu muss er zunächst alle Lohnbestandteile selektieren und prüfen welche davon steuerpflichtig sind. Danach ist der Lohnsteuerabzug vorzunehmen und an das Finanzamt zu melden. Wie der Name Brutto-Netto schon sagt, gibt es einen Unterschied zwischen dem Brutto- und Nettogehalt.

Vom Bruttolohn werden bestimmte Abzüge vorgenommen (deswegen übrigens auch der Name „Lohnsteuerabzug“). Zu den Abzügen gehören nicht nur die Lohnsteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer), sondern auch Sozialversicherungsbeiträge. Wie hoch die gesamten Abzüge sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Und hier kommt der Brutto-Netto-Rechner ist Spiel. Anhand dieses Rechners können Arbeitnehmer erfahren, wie viel vom Bruttogehalt am Ende des Monats (oder des Jahres) für Sie übrigbleibt. Um den genauen Betrag bestimmen zu können, sind einige Pflichtangaben einzutragen. Durch Bestätigung erhält man in Sekundenschnelle das individuelle Nettogehalt.

Welche Angaben werden für eine Berechnung des Nettogehalts benötigt?

Um das Nettogehalt bestimmen zu können, muss man einige notwendige Angaben in den Rechner eintragen. Hierzu gehört die Höhe des Einkommens. Man kann entweder das monatliche oder das jährliche Bruttogehalt eintragen. Ggf. ist die Höhe des geldwerten Vorteils (z.B. aufgrund eines Firmenwagens) einzutragen. Das aktuelle Abrechnungsjahr ist auszuwählen. Als nächstes ist die Steuerklasse einzutragen. Wer Mitglied in einer Kirche ist, hat dies entsprechend zu vermerken. Danach ist das Bundesland auszuwählen. Neben dem Alter ist ggf. die Anzahl der Kinder einzutragen und anzukreuzen, ob man Anspruch auf den Kinderfreibetrag hat. Danach kommen Angaben zu den Sozialversicherungsbeiträgen. Hierbei ist anzugeben, ob man gesetzlich pflichtversichert, privatversichert oder freiwillig gesetzlich versichert ist. Der Krankenversicherungs-Zusatzbeitrag wird automatisch einberechnet. Schließlich sind Angaben zur Renten- und Arbeitslosenversicherung zu tätigen. Hier kann man auswählen, ob man gesetzlich pflichtversichert ist oder nicht gesetzlich versichert ist. Oder man wählt nur den Arbeitgeber bzw. Arbeitnehmer-Anteil aus.

Hier kommen die einzelnen Pflichtangaben nochmal zusammengefasst:

  • Steuerjahr: in der Regel ist dies das aktuelle Kalenderjahr. Für dieses wird die Berechnung durchgeführt
  • Bruttolohn: für das gewählte Kalenderjahr ist das Jahres- oder Monatsbruttogehalt einzugeben
  • Geburtsjahr: das Geburtsjahr ist vor allem für den so genannten Altersentlastungsbetrag interessant. Dieser wird ab dem 64 Lebensjahr gewährt
  • Steuerklasse: die Steuerklasse bestimmt u.a. wie hoch der Lohnsteuerabzug ist. In Deutschland gibt es die Steuerklassen 1 bis 6. Genaueres dazu lesen Sie unter »Steuerklassen«
  • Kinderfreibetrag: wer Kinder hat, hat Anspruch auf den so genannten Kinderfreibetrag. Dieser kann beim Lohnsteuerabzug entsprechend berücksichtigt werden
  • Bundesland: für die Berechnung ist das Bundesland anzugeben, in dem sich die Arbeitsstelle befindet. Dies ist relevant für die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge und der Kirchensteuer
  • Kirchensteuerpflicht: Die Kirchensteuer ist in Deutschland Ländersache. Dementsprechend ist der Kirchensteuersatz in jedem Bundesland unterschiedlich. Dies wird durch Auswahl des Bundeslandes entsprechend berücksichtigt
  • Krankenversicherung: der Krankenkassenbeitrag ist festgelegt. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen je die Hälfte. Wer privat versichert ist, muss weitere Angaben tätigen. Wer privat versichert ist, erhält zudem einen Arbeitgeberzuschuss zu seiner privaten Versicherung
  • Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung: 2021 beträgt der Zusatzbeitrag im Durchschnitt 1,3%. Dieser wird vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte getragen
  • Rentenversicherung: es macht einen Unterschied, ob man rentenversicherungspflichtig ist oder nicht. Nicht rentenversicherungspflichtig sind beispielsweise Beamte oder Gesellschafter-Geschäftsführer

Für wen ist der Brutto-Netto-Rechner interessant und warum?

Der Einsatz eines Brutto-Netto-Rechners hat viele Vorteile. Zum einen kann man in wenigen Sekunden sein monatliches oder jährliches Bruttogehalt ausrechnen. Arbeitnehmer, die beispielsweise geldwerte Vorteile (z.B. in Form eines Firmenwagens) erhalten, können mit Hilfe des Rechners ausrechnen, welche Auswirkungen dies auf das Nettogehalts hat. Auch im Falle einer Gehaltserhöhung, kann man durchrechnen, wie sich das Nettogehalt verändert. Wenn verheiratete Paare überlegen die Steuerklasse zu ändern, können Sie anhand des Rechners die Auswirkungen auf das Nettogehalt ausrechnen. Gleiches gilt, wenn sich die Steuerklasse ändert, da Ehepaare, wie bereits erwähnt, zwischen unterschiedlichen Steuerklassen auswählen können. Wer hingegen einen neuen Job antritt, kann vor den Gehaltsverhandlungen ausrechnen, wie viel bei einem bestimmten Bruttogehalt netto übrigbleibt. Wer überlegt von einer Vollzeitbeschäftigung zu einer Teilzeitbeschäftigung zu wechseln, kann sich mit dem Rechner die entsprechenden finanziellen Auswirkungen ausrechnen lassen. Gleiches gilt natürlich für die Mini- und Midijobber.

Arbeitgeber können den Brutto-Netto-Rechner dazu nutzen, die Kosten für einen Arbeitnehmer zu berechnen und damit die gesamten Personalkosten zu kalkulieren.

Brutto-Netto-Rechner für Arbeitnehmer (Vollzeit/Teilzeit)

Den Brutto-Netto-Rechner gibt es sowohl für Vollzeit- als auch für Teilzeitbeschäftigte. Jeder Vollzeitbeschäftigte hat sich schon mal die Frage gestellt, wieviel von dem Bruttogehalt tatsächlich am Ende des Monats übrigbleibt. Genau dafür kann der Brutto-Netto-Rechner verwendet werden.

Den Brutto-Netto-Rechner gibt es auch für Teilzeitbeschäftigte.

Der Begriff Teilzeit ist weit gefasst. Grob gesamt ist Teilzeit alles was nicht Vollzeit ist. D.h. alle Dienstverhältnisse, bei denen die wöchentliche Arbeitszeit geringer ist als bei einem Vollzeitangestellten. Die so genannten Minijobs (Verdienst bis 450 Euro) oder Midijobs (Verdienst zwischen 450,01 Euro und 1.300 Euro) zählen damit auch zur Teilzeitbeschäftigung. Da Teilzeitbeschäftigte oft auf Stundenbasis entlohnt werden, ist unbedingt auf den Mindestlohn zu achten. Neben dem allgemein gültigen Mindestlohn gibt es auch branchenspezifische Mindestlöhne. Diese können innerhalb der Branche je nach Qualifikation variieren.

Rechtliche Grundlage für die Teilzeit ist das Teilzeit- und Befristungsgesetz (§8 TzBfG). Demnach haben Arbeitnehmer die Möglichkeit zu einer Teilzeitbeschäftigung überzugehen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Arbeitnehmer bereits mindestens 6 Monate im Betrieb ist. Und der Arbeitgeber mindestens 15 Mitarbeiter beschäftigt. Der Arbeitgeber muss der Reduzierung zustimmen, wobei dabei »keine betrieblichen Gründe entgegenstehen dürfen«.

Im Ergebnis soll jeder Arbeitnehmer die Möglichkeit bekommen weniger zu arbeiten. Wie viel Stunden ein Arbeitnehmer im Rahmen seiner Teilzeitbeschäftigung arbeitet, ist sozusagen Verhandlungssache.

Wer zu einer Teilzeitbeschäftigung übergeht bzw. eine Teilzeitbeschäftigung anfängt, den interessiert natürlich, wie viel von dem Bruttogehalt am Ende des Monats übrigbleibt. Bei einer Reduzierung der Arbeitszeit um 50% reduziert sich auch das Bruttoeinkommen um 50%. Doch dies bedeutet nicht zwangsweise, dass auch 50% des Nettolohns übrigbleibt. Dies liegt daran, dass in Deutschland ein progressiver Steuertarif herrscht. Welche Steuern und Abzüge bei einer Teilzeitbeschäftigung anfallen, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Und hier kann man den Brutto-Netto-Rechner heranziehen. Mit diesem findet man binnen einigen Minuten heraus, wie viel vom Bruttogehalt tatsächlich übrigbleibt.

Brutto-Netto-Rechner für Arbeitgeber

Während ein Arbeitnehmer gerne wissen möchte, wieviel ihm monatlich von seinem Bruttogehalt zur Verfügung steht, möchte ein Arbeitgeber natürlich wissen, wieviel ihn ein Arbeitnehmer kostet. Wir reden hier von der Arbeitgeberbelastung. Und hier kommt unser Brutto-Netto-Rechner ins Spiel. Anhand des Rechners können Arbeitgeber die gesamten Lohnkosten berechnen lassen. Bei der Erstellung der Lohnabrechnung müssen die Arbeitgeber den Lohnsteuerabzug und die Höhe der Sozialversicherungsbeiträge berechnen. Da diese bei allen Arbeitnehmern unterschiedlich sind, sind auch die Lohnkosten unterschiedlich. Mit dem Brutto-Netto-Rechner können die Arbeitgeber die monatlichen bzw. jährlichen Lohnkosten berechnen. Dies dient beispielsweise als Kostenkalkulation.

Neben dem eigentlichen Bruttogehalt zahlt der Arbeitgeber auch so genannte Lohnnebenkosten. Diese stellen einen weiteren Kostenpunkt dar. Hierzu gehören beispielsweise die Sozialversicherungsbeiträge. Während der Arbeitnehmeranteil vom Lohn einbehalten wird, zahlt der Arbeitgeber seinen Anteil quasi zusätzlich zum Lohn aus der eigenen Tasche.  Daneben gibt es zum einen freiwillige Zahlungen, die der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern gewährt, zum anderen so genannte geldwerte Vorteile. Freiwillige Zahlungen können, müssen aber nicht vertraglich geregelt werden. Oft ist dies aber der Fall. Hierzu gehören beispielsweise das Weihnachts- und Urlaubsgeld, das 13. Gehalt, Prämien, vermögenswirksame Leistungen, Zahlungen zur betrieblichen Altersvorsorge etc. Ein geldwerter Vorteil ist ebenfalls eine freiwillige Leistung, die jedoch, wie der Name schon sagt, nicht in Geld besteht. Es handelt sich um Sachbezüge und andere Leistungen. Diese können steuerpflichtig oder steuerfrei sein. Zu den geldwerten Vorteilen gehört die Überlassung eines Firmenwagens, die Gewährung von Tankgutscheinen, Überlassung einer Wohnung oder eines Firmentelefons, die Übernahme von Aus- und Fortbildungskosten, Überlassung von Arbeitskleidung und noch einiges mehr. Die Aufzählung ist beispielhaft. Die freiwilligen Zahlungen sowie die geldwerten Vorteile dienen in der Regel dazu, neue Mitarbeiter zu gewinnen oder auch alte zu halten. Diese müssen demnach in die Planung der Personalkosten mit einkalkuliert werden. Als Berechnungstool dient der Brutto-Netto-Rechner.

Speziell: Brutto-Netto-Rechner für Beamte

Bei Beamten wird das Nettogehalt etwas anders berechnet. Das Gehalt wird bei Beamten als Besoldung bezeichnet. Die Besoldung eines Beamten setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Zum einen gibt es für alle ein Grundgehalt. Dazu kommen weitere Bezüge wie Zulagen, Familienzuschlag, Sonderzahlungen, Auslandsbezüge etc. Die Höhe des Grundgehalts hängt von der so genannten Besoldungsordnung ab. Diese unterscheidet folgende Kategorien: A, B, R, W, C. Das Grundgehalt steigt bei Beamten grundsätzlich mit zunehmender Erfahrung an. Dies gilt außer den Beamten in der Gruppe B. Innerhalb einer Ordnung gibt es weitere Unterteilungen. So werden die Beamten innerhalb einer Ordnung in bestimmte Gruppen eingeteilt. Für die Besoldungsordnung A bedeutet das: A2 bis A6 ist der der einfache Dienst, A6 bis A9 der mittlere Dienst, A9 bis A13 der gehobene Dienst und A13 bis A16 der höhere Dienst. Die meisten Beamten gehören der Ordnung A an. Die Einordnung in eine bestimmte Gruppe hängt u.a. von der Ausbildung ab. So reicht für den einfachen Dienst ein Hauptschulabschluss, für den mittleren Dienst die mittlere Reife oder Hauptschulabschluss und eine Berufsausbildung, beim gehobenen Dienst die Fachhochschulreife bzw. ein Fachhochschulabschluss und beim höheren Dienst ein Master bzw. ein vergleichbarer Abschluss. Die Besoldungsordnung mit dem Buchstaben B steht für bestimmte Ämter und den höheren Dienst. Hierzu gehören Botschafter, Direktoren in Schulen oder leitende Angestellte in Ministerien. Auch hier

gibt es unterschiedliche Besoldungsgruppen. Unter die Besoldungsordnung R fallen Staatsanwälte und Richter. Die Besoldungsordnung W und C ist für Hochschullehrer oder Hochschulleiter gedacht.

Lohnbestandteile und Abzüge

Neben dem Grundgehalt erhalten die Beamten, wie bereits erwähnt, weitere Bezüge:

  • Familienzuschlag: der Familienzuschlag ist gesetzlich festgelegt. Er hängt ab von der Familiensituation und von der Anzahl der Kinder ab
  • Leistungszulagen oder Prämien: werden für überragende Leistungen gewährt. Die Prämien werden als Einmalzahlungen gewährt
  • Prämie für besondere Einsatzbereitschaft: die Prämie kann bis zu 3.000 Euro für sechs Monate darüber hinaus bis zu 1.500 Euro betragen
  • Überstundenvergütung: Mehrarbeit, die nicht durch Urlaub ausgeglichen wird, wird ausgezahlt
  • Auslandsbezüge: für den Einsatz im Ausland werden die dem Beamten erwachsenen Aufwendungen für Kosten und Unterhalt erstattet
  • Vermögenswirksame Leistungen: diese werden freiwillig gezahlt und betragen monatlich
    6,65 Euro.

Die Abzüge sind bei Beamten etwas anders. In der Regel erhalten diese mehr netto vom brutto als normale Angestellte. Ein Beamter muss natürlich Lohnsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) zahlen. Bei den Sozialversicherungsabgaben gibt es eine Besonderheit. Denn bei den Beamten werden keine Beiträge zur Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung einbehalten. Es werden lediglich Beiträge zur Krankenversicherung abgeführt. Es sei denn wiederum, der Beamte ist privat krankenversichert. Viele Beamte sind tatsächlich privat krankenversichert, weil Sie vom Arbeitgeber eine Beihilfe erhalten. Durch diese Beihilfen beteiligt sich der Arbeitgeber quasi an den Krankheitskosten des Beamten. Somit ist die private Krankenversicherung für die Beamten oft vorteilhafter. Die Beihilfe bzw. der Beihilfesatz ist in den jeweiligen Bundesländern unterschiedlich.

Aufgrund dieser Besonderheiten gibt es einen speziellen Brutto-Netto-Rechner, der unter Berücksichtigung der individuellen Verhältnisse, das Nettogehalt eines Beamten ausrechnen kann.

Stundenlohnrechner

In den Arbeitsverträgen der meisten Arbeitnehmer werden oft lediglich ein Bruttolohn und die wöchentliche Arbeitszeit ausgewiesen. Wie hoch der persönliche Stundenlohn ist, ist für viele nicht ersichtlich. Viele Arbeitnehmer bekommen hingegen einen bestimmten Stundenlohn und möchten wissen wie hoch das monatliche oder jährliche Gehalt ist.

Wer sein Gehalt pro Stunde wissen möchte, kann sich des sog. Stundenlohnrechners bedienen. Durch Eingabe bestimmter Daten, kann jeder herausfinden wie viel man pro Stunde bekommt. Zu den Eingabedaten gehören das monatliche Monatsgehalt, die wöchentliche Arbeitszeit und der Abrechnungszeitraum (z.B. Monat oder Jahr).  Bei einer Vergütung auf Stundenlohnbasis ist es ebenso wichtig auf den Mindestlohn zu achten. Der Stundenlohnrechner führt in diesem Zusammenhang einen Vergleich des eigenen Stundenlohns zum Mindestlohn durch.

Die Vergütung auf Stundenlohnbasis kommt insbesondere bei Neben- oder Studentenjobs vor. Auch ist diese üblich in der Gastronomie oder im Handwerk. Insofern unterliegt das monatliche Gehalt gewissen Schwankungen.

Zuschläge zum Stundenlohn

Wer auf Stundenlohnbasis arbeitet, kann von seinem Arbeitgeber Zuschläge zur Sonntags-, Nacht- oder Feiertagsarbeit erhalten. Diese Zuschläge sind in den meisten Fällen schriftlich festgehalten. Nachzuschläge stehen den Arbeitnehmern per Gesetz zu. Dabei sind gewissen Zuschläge steuer- und sozialversicherungsfrei. Die steuerrechtliche Regelung findet sich in §3b EStG.

So ist bei einer Nachtarbeit zwischen 20 Uhr und 6 Uhr 25% des Grundlohns steuerfrei. Wird bei einer Nachtarbeit zwischen 0 Uhr und 4 Uhr diese vor 0 Uhr aufgenommen, so sind 40% vom Grundlohn steuerfrei. Bei einer Sonntagsarbeit zwischen 0 Uhr und 24 Uhr sind 50% des Grundlohns steuerfrei. Hierzu zählt auch die Arbeit zwischen 0 Uhr und 4 Uhr an einem Montag. Bei Feiertagsarbeit sind 125% vom Grundlohn steuerfrei. Hierzu gehört die Feiertagsarbeit zwischen 0 Uhr bis 24 Uhr. Aber auch die Feiertagsarbeit zwischen 0 Uhr und 4 Uhr am nachfolgenden Tag. Wer am 31.12. ab 14 Uhr arbeitet, bekommt 125% des Grundlohns steuerfrei. Für Arbeiten am 24.12. ab 14 Uhr, am 25.12. und 26.12. sowie am 01.05. gibt es 150% des Grundlohns steuerfrei. Zu beachten ist, dass die Steuerfreiheit bis zu einem Betrag von 50 Euro gilt. Bei der Sozialversicherung sind maximal 25 Euro beitragsfrei. Darüber hinausgehende Beträge sind steuer- und sozialversicherungspflichtig.

Berechnungsvarianten

Im Zusammenhang mit dem Stundenlohnrechner gibt es unterschiedliche Berechnungsvarianten. Da die wöchentlichen und monatlichen Stunden variieren, besteht die Möglichkeit, eine durchschnittliche monatliche Stundenzahl zu berechnen. Die entsprechende Formel lautet: Wochenarbeitszeit x 4 x 13/12. Die Berechnung erfolgt für ein Quartal. Dabei werden 13 Wochen für ein Quartal zugrunde gelegt.

Wer ein Monatsgehalt bezieht, kann den entsprechenden Stundenlohn ausrechnen. Die Formel hierfür lautet: 3 x Monatsgehalt/13/Wochenarbeitszeit. Umgekehrt kann anhand des Stundenlohns das Monatsgehalt berechnet werden. Die Formel hierfür lautet: Stundenlohn x Wochenarbeitszeit x 13/3. Der Stundenlohn lässt sich auch aus dem Jahresgehalt errechnen. Dies erfolgt anhand der Formel: 3 x Jahresgehalt/12/13/Wochenarbeitszeit.

Sonstiges

Auch bei einem Stundenlohngehalt stehen dem Arbeitnehmer Urlaubstage zu. Dies gilt unabhängig davon, dass die wöchentliche Arbeitszeit variiert. Um den Urlaubsanspruch berechnen zu können, muss die wöchentliche Arbeitszeit mit der Wochenarbeitszeit im Unternehmen verglichen werden. Um die Arbeitnehmer nicht zu benachteiligen, wird das gleiche Verhältnis zwischen eigenem Urlaubsanspruch und dem Urlaubsanspruch im Betrieb sowie den eigenen Wochenstunden zu den üblichen Wochen im Betrieb zugrunde gelegt. Beispiel: wenn jemand 20 Stunden pro Woche arbeitet, die übliche Wochenarbeitszeit 40 Stunden und der übliche Urlaubsanspruch 30 Tage beträgt, so arbeitet derjenige 50% der gewöhnlichen Arbeitszeit. Der Urlaubsanspruch beträgt demnach 15 Tage.

Auch im Falle von Krankheit oder Mutterschutz stehen dem Arbeitnehmer dieselben Ansprüche wie einem Vollzeitbeschäftigten zu. Gleiches gilt natürlich für die Kündigungsregeln.

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